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Sonntag, 26. Juli 2026

Casa Azul

 

12 Löcher entstehen für die Punktfundamente

Zum Betonieren braucht es Sand, Kies und Zement

12 Schalungen für die Punktfundamente werden mit Schnur ausgerichtet

Die Betonmischmaschine beginnt sich zu drehen

Die Skizze des Hauses, rechts daneben der H-Anker


Die Dachneigung lässt das Wasser abfliessen

Die Polinen sind 2,65 m lang und haben einen Durchmesser von 9 cm

'Tomando forma' - das Haus nimmt Formen an

Mit Foliendach und dreiseitigem Schutz durch ein Schattengewebe:
das 'Casa Azul' ist fertig.


Das ist schon seit Jahren mein Traum:
für das Pyrolysematerial ein regengeschützter Raum.

Es ist gut, zuerst eine Skizze zu zeichnen,
5 Meter auf 7 Meter 50 sollten reichen.

Albañil Ricardo hat es angepackt,
hat für die Punktfundamente gleich 12 Löcher gehackt.

Die H-Anker hat er selber zusammengeschweisst,
so solide, dass kein Sturm sie je umreisst.

Die Struktur besteht, wie früher schon,
aus Polinen von der Sperrholzproduktion.

Als Dach eine Treibhausfolie mit 150 Mikronen,
so stark, die braucht der Wind nicht zu schonen.

Die blaue Schattenfolie, die drei Seiten des Hauses umgibt,
dem ‘Casa Azul’ die Farbe und den Namen gibt.


Montag, 16. März 2026

Ein umgestürzter Baum

Beim letzten Regen ist dieser Baum umgefallen.

Mit einem Brettchenturm hat man schnell eine lodernde Flamme im Pyrotrichter,
dazu noch etwas Papier, Karton und einen Gutsch Kerosen.

Der Brettchenturm lodert bald.

Ein Berg von Zweigen und Ästen.

Zwei Stunden später ist er weg!

Für die Kohle müssen wir kein Holz mehr kaufen,
ein umgestürzter Baum liefert gleich einen ganzen Haufen.

Auf’s Feuer muss man nicht lange warten,
man kann es mit einem Brettchenturm startet.

Nun können wir mit Bergen aus Zweigen und Ästen,
unser loderndes Pyrofeuer mästen.

Freitag, 30. Januar 2026

Lehm - Just In Time

Der Lehm in der Grube ist gut eingewässert.

Eine Charge mit 9 mal 10 Liter sind 0,09 Kubikmeter.

Geliefert 'Free Alongside Cabaña'.

Im 'Pisadero Movil' wird der Lehm umgehend verarbeitet.

Wenig später ist der Lehm schon ein Teil der Wand geworden.

Das soll unser Motto sein:
Lehm geliefert ‘Just In Time’.
Am Morgen liegt der Lehm noch in der Grube,
am Abend ist der Teil der Wand der guten Stube.

Dienstag, 27. Januar 2026

Wegrand räumen

Eschenbäume und andere Bäume und Gebüsche begannen den Weg
an unserem Grundstück zu überwuchern.


Gonzalo räumte in ein paar Stunden ab.

Ich bin zuständig für den Transport zu unserem Pyrolysetrichter.

Am Wegrand wucherte der Eschenbaum,
dass der Gemüsewagen durchkam kaum.

Eine Fällaktion war angesagt,
Gonzalo, unser Fällspezialist, kam unverzagt,
fällte in ein paar Stunden Büsche und Bäume,
dass frei für Fahrzeuge wurden die Räume.

Ich selber liess mich nicht zieren,
begann mit dem Traktor die Rollos abzutransportieren.

Samstag, 24. Januar 2026

Salamischeiben

Mit der Motorsäge schneide ich den Strunk wie einen Salami in Scheiben.

Während dieser Aktion habe ich mit meiner Husqvarna 61 Freundschaft geschlossen.

Die Scheiben lassen sich mit dem Traktor zum Pyrolysetrichter transportieren.
Ich hoffe, sie trocknen dort in ein paar Monaten, damit ich sie zu Holzkohle pyrolysieren  kann.

Den Baumstrunk teilen wir salamitaktisch,
der Abtransport gelingt dann praktisch,
der Baumstrunk geht so scheibchenweise,
mit dem Traktor auf die Reise.

Für diese Mal gelöst, der Picudo-Rojo-Schreck,
der abgestorbne Baum, der ist nun weg.

Samstag, 17. Januar 2026

Lehmgrube auffüllen

Die letzte Ernte von Lehm aus dieser Grube.

Der Boden der 1,2 m tiefen Grube wird mit einer Schicht Kies gedeckt.

Als nächste eine Schicht Biochar aus der Trocken-Trenn-Toilette (Triple-T).

Drauf kommen die Säcke mit 'Nömber 2' in Sägemehl, zugedeckt mit Rasenschnitt.

Da es mit dem Bauen zügig lief,
ist die Lehmgrube ein Meter zwanzig tief.

Auf dem Grund wird eine Kiesschicht appliziert,
drüber die Produkte der Trocken-Trenn-Toilette deponiert.

Zuerst Kohle, aufgeladen mit ‘Nömber One’*,
‘Nömber Two’* im Sack mit Sägemehl drauf dann.

Reichlich zugedeckt mit Rasenschnitt,
dass niemand sagen braucht: “Igitt!”


* Nömber One: Farbe gelb
   Nömber Two: Farbe braun


Freitag, 16. Januar 2026

Unterholz räumen

Der Boden im Pappelwäldchen

Bäume, die kein Licht mehr kriegten, sind abgestorben.

Mit der elektrischen Motorsäge zerkleinere ich das Altholz.

Im Trichter wird das Holz zu Kohle pyrolisiert.

Das Unterholzräumen muss sein,
macht aus dem Urwald einen lieblichen Hain.

Als kontrollierter Waldbrand dient die Pyrolyse,
im Biochar wächst dann das Gemüse.

Umgeben von Wald und Flur
lebt der Mensch als Teil der Natur.

Dienstag, 9. Dezember 2025

Biochar und Kürbispflanzen

Hier stapeln sich die Eimer mit Biochar aus unseren Trenntoiletten.

Workaway Richie hat uns 16 angezogene Kürbisartige hinterlassen,
die gerne in den Garten gesetz würden.


Mit dem Traktor transporierte ich die Biochar-Eimer in den Garten.

Die Eimer leerte ich einfach auf die überwucherten Beete - keine Zeit zum Jäten.

Dann noch von unserer Bokashi Erdmischung draufgeleert und die Pflanzen eingesetzt.

Einen guten Monat später sieht man: die Kürbisse haben sich durchgesetzt!

Soviel Eimer voll mit aufgelad’nem Biochar
sind eigentlich doch wunderbar,
und Richies viele Kürbispflanzen,
die er zog, sind sicher positiv im Ganzen.

Man kann doch die Kohle einfach auf die Beete leeren,
die Kürbisse rein, dort können sie sich vermehren,
sie fürchten weder Ameisen noch Bermudagras,
sie wuchern drauflos, ohne Grenzen, ohne Mass.

Samstag, 29. November 2025

Die Lehmgrube wird ein Beet für Bäume

Die aktuelle Lehmgrube für die Wände von Cabaña 6

 

Die Grube ist 120 cm breit, 240 cm lang und soll 120 cm tief werden.
Die obersten 50 cm sind Ackererde (Lehm vermischt mit organischem Material).
'Tierra negra' sagen sie dem hier, den reinen Lehm darunter nennen sie 'Tierra colorado'.


In der Grube daneben, der mit Regenwasser gefüllt ist,
hat sich ein Frosch einquartiert.

Die Lehmgrube soll nachher das Material der Trockentrenntoilette aufnehmen
und dann als Beet für Beerensträucher und Obstbäume dienen.

 

Zuerst eine Grube für unsere Lehmbauträume,
dann ein Beet für Beerensträucher und Obtbaubäume.
Mit dem Biochar und dem Dünger aus der Trockentoilette
schliessen wir die Nährstoffkette.

Montag, 17. November 2025

Lack für Eisen

Ungeschützt ist das Eisen dem Wasser und Sauerstoff
ausgesetzt und würde bald rosten.

Abhilfe schafft dieser Lack. Er wandelt den Rost um, schützt vor Rost
und gibt gleichzeitig eine schöne, schwarze Farbe.

Auf der Rückseite einige Tips für den Anwender.

So sieht die angemalte Struktur aus.

Die geschweisste Struktur geht in die Malerei,
mit einem Lack, der hat drei
Eigenschaften, dreifacher Nutz:
Lack, Rostumwandler und Rostschutz.
All das kann der Lack der Eisenstruktur geben,
die dann hält für das ganze Leben.

Donnerstag, 23. Oktober 2025

Nährstoffkette schliessen

Die Trocken-Trenn-Toilette mit Sägemehlsack und Bidet

Hier wird getrennt: links braun, rechts gelb (flüssig)

Der flüssigen Teil fällt direkt in die Kohle

Zum Schliessen der Nährstoffkette
wird die Kohle unter der Trocken-Trenn-Toilette,
ohne der Umwelt zu schaden,
mit organischem Dünger aufgeladen,
und das Schöne an diesem Deal
dieser Flüssigdünger ist steril.

So machen wir aus der Notdurft Biodünger
und vertreiben den Bäumen ihren Nährstoffhunger,
und mit Biochar wird, langfristig gedacht,
der Boden kontinuierlich fruchtbarer gemacht.

Mittwoch, 22. Oktober 2025

Pyrolyse von Resten

Dieses Holz wurde beim letzten Durchgang nicht vollständig pyrolysiert

Stacheln von den Palmen

Kartonschachteln

Die gefallte Silberpappel - gespalten und aufgebeigt

Eukalyptus Grandis - Reste aus der Sagerei

Nach vier Stunden Pyrolyse sieht es schon so aus

Von der letzten Pyrolyse - die Resten,
trockene Palmenblätter brennen am besten,
Kartonschachteln ohne Ende,
die sich sammelten auf dem Gelände,
das nächste Foto zeigt,
die Silberpappel, gesägt, gespalten, aufgebeigt,
Eukalyptusreste von der Sägerei
mischen wir dem Feuer bei,
aus diesen Stoffen, das ist wahr,
machen wir jetzt Biochar.